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Nachruf von Peter Vetter zur Trauerfeier von Kurt Finkbeiner


Der Tod ist der Reiseweg ins Jenseits
Gekämpft hast Du allein
Gelitten haben wir gemeinsam
Verloren haben wir alle.


Wenn ich in der Zukunft an Kurt denke, werde ich mich sicher nicht an seine schlimme Krankheit und sein schmerzvolles Ende erinnern, sondern ich sehe vor mir den lebendigen Freund und Sportkameraden, den ich seit 50 Jahren gekannt habe.
Ich sehe ihn vor mir, wie er zusammen mit uns Ă„lteren in der HĂĽtte auf dem Bödele aus vollem Hals gesungen hat,  wie er beim 100-jährigen Jubiläumsumzug des TBU 1988 stolz dem Festwagen der Tischtennisabteilung voranging mit dem ĂĽberdimensionalen Schläger ĂĽber der Schulter oder den ambitionierten Radfahrer, der zu den meisten Sitzungen im TBU- oder VfB-Dress von Rommelshausen herradelte.
Ich höre noch seinen Schrei in der Halle, wenn er einen todsicheren Schmetterball verschlagen hatte. Es gibt so viele gute Erinnerungen an ihn.

Kurt kam 1968 als Jugendspieler vom CVJM in die Tischtennisabteilung des Turnerbundes Untertürkheim, wo bereits seine Freunde spielten. Diese Clique gründete 1971 einen Kegelclub, der bis heute noch Bestand hat. Kurt war nie ein Spitzenspieler – und doch hatte er seine persönlichen Erfolge:
Er war 1985 und 1997 Vereinsmeister im Doppel und ein Highlight seiner sportlichen Laufbahn war sicher im Jahr 1996 die Teilnahme in der Altersklasse 40 bis 49 bei den Senioren-Europa-Meisterschaften in Lillehammer/ Norwegen. In den Jahren zuvor reiste er mit einigen Vereinsmitgliedern im Wohnmobil zu diesen Veranstaltungen als Zuschauer 1990 in Göteborg und 1994 in Birmingham.

Wer ihn wie ich und so viele, die ihn heute verabschieden, gut kannten, haben auch die Veränderungen von Kurt in den Jahrzehnten miterleben können. Von einem etwas phlegmatischen Jugendlichen, den man oftmals zu Punktspielen abholen musste, weil er verschlafen hatte, wandelte er sich zu einem engagierten, verlässlichen Mitarbeiter der Abteilung.

Einen ganz großen Anteil daran hatte seine Begegnung mit Meggy. Ihm hätte nichts Besseres passieren können. Aus dem unbekümmerten Junggesellen wurde ein verantwortungsvoller Familienvater. Diese resolute junge Frau aus Iserlohn hat ihn verändert und vor allem seine Liebe zum Verein immer unterstützt.

So wie er vom Sport mit der Kameradschaft und den gemeinsamen Unternehmungen profitierte, gab er es zurĂĽck:  
Er stellte seine Zeit der Allgemeinheit zur VerfĂĽgung, indem er Funktionär wurde.Kurt war kein guter Delegierer! Er sagte einmal: Bevor ich lang jemand bitte, mache ich es lieber selber! Daher kamen auch die vielfältigen Aufgaben in der Abteilung und im Bezirk Stuttgart. So war er jahrzehntelang MannschaftsfĂĽhrer, Klassenleiter, Resortleiter fĂĽr Einzel- und Mannschaftssport und was viele nicht wissen:  
Er war vier Jahre lang bis zu seiner Krankheit Stellvertretender Bezirksvorsitzender.

So blieben auch die Ehrungen vom Tischtennisverband nicht aus, wie die Große Silberne Ehrennadel, die Spielernadel in Gold für 50-jährige Spielzeit und vom Württembergischen Landessportbund die Bronzene Ehrennadel. Der TBU ehrte ihn mit dem Franz-Zondler-Eichenblatt und der kleinen Goldenen Ehrennadel.

Seit 1995, also fast 25 Jahre lang war Kurt Leiter der Tischtennisabteilung des TBU. Unter seiner Ägide, zusammen mit Klaus Ziegler, wurde sie der zweitstärkste Verein nach dem Sportbund im Bezirk Stuttgart.

Kurt liebte die Geselligkeit, er fühlte sich dort wohl, wo ebbes los war. Er trat als Mitglied unserer Radsportabteilung bei und genoss öfters die
Trainingslager in Oberschwaben. Die Sommeraktion des Südwest-Rundfunks „Tour de Ländle“ ist er 15 mal mitgeradelt.

Ob beim Bierausschank beim Kinderfest oder als Mitorganisator an der Sportwoche, Kurt ist als Helfer immer dabei gewesen. Für ihn war das Motto des 100-Jahr-Jubiläums “Heimat TBU“ nicht nur eine Floskel, nein, er hat dies auch so gelebt. Der TBU war neben seiner Familie die zweite Heimat.
Als 2016 der TBU vor der größten Krise in der Vereinsgeschichte stand – es ging darum, ob sich der Verein auflöst und eine Fusion mit einem Nachbarverein anstrebt, oder ob ein neuer Anfang gelingen würde - erbot sich Kurt als Geschäftsstellenleiter und lernte sich in die für ihn neue Materie ein. Durch seine vermittelnde und ausgeglichene freundliche Art hatte er das Vertrauen der Mitglieder und des neuen Vorstandes.
Sein Tod hat eine groĂźe LĂĽcke gerissen.

Nicht der ist tot, der gestorben ist –
Tot ist derjenige, der vergessen wird.


Wir werden unseren Kurt nicht vergessen.
Danke lieber Kurt !


DIE TBU-GESCHĂ„FTSSTELLE AUF DEM SPORTGELĂ„NDE!


Nunmehr in eigenen Räumen auf dem Sportgelände.
Der Eingang ist im Gebäude der Platzverwalter-Wohnung.

Die Ă–ffnungszeiten sind

Dienstag      15:00 -18:00 Uhr
Donnerstag  15:00 -18:00 Uhr

Telefon 0711 3 05 23 31

Während der Schulferien ist die Geschäftsstelle geschlossen.